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Eine Baustelle in Lichtenberg - noch ohne Bauschild mit QR-Code

QR-Codes für bessere Bauinformationen

Eine Baustelle in Lichtenberg - noch ohne Bauschild mit QR-Code

QR-Codes für bessere Bauinformationen

Wie jeden Sommer ist Berlin dieses Jahr mal wieder voller Baustellen – auch Lichtenberg bleibt nicht verschont. Sich vor Ort über die Baumaßnahmen zu informieren bleibt jedoch schwierig.

Denn die Baustellenschilder stellen wenig Informationen bereit und liefern zudem keine Updates. Im schlimmsten Fall steht auf ihnen ein Fertigstellungsdatum, dass schon seit mehreren Monaten verstrichen ist. Dabei gibt es mit dem Internet inzwischen moderne Möglichkeiten, mit denen diese Informationen stets auf dem neuesten Stand gehalten werden können. Und es gibt auch ein simples Werkzeug, um im Internet stehende Informationen aus der physischen Welt heraus einfach aufrufbar zu machen: QR-Codes.

Immer auf dem neuesten Stand dank QR-Codes

Baustellen im öffentlichen Raum sind regelmäßig eine erhebliche Beeinträchtigung für Awohnende, Gewerbetreibende und Verkehrsteilnehmenden. Das gilt besonders dann, wenn der Zweck, die Dauer und der aktuelle Stand der Baumaßnahmen nicht nachvollziehbar ist. Dabei sind transparente, leicht zugängliche Informationen ein zentraler Baustein für größere Akzeptanz und Verständnis für Baumaßnahmen. Die heutzutage genutzten Bauschilder beinhalten jedoch nur rudimentäre Angaben. Um über den aktuellen Stand zu informieren, müssten diese Schilder zudem regelmäßig ausgetauscht werden.

QR-Codes sind hier eine einfache, kostengünstige und zeitgemäße Möglichkeit, analoge Informationen um digitale Inhalte zu ergänzen, ohne das Erscheinungsbild der Bauschilder wesentlich zu verändern. Mit ihnen können nur viel mehr Informationen vermittelt und laufend aktualisiert werden. Neben den Zielen und dem Nutzen des Projekts, kann so auch über die geplanten Zeitrahmen der einzelnen Bauabschnitte sowie aktuelle Abweichungen von diesen informiert werden. Außerdem kann auf verkehrliche und sonstigen Einschränkungen hingewiesen werden. Eine Aktualisierungen des Schildes, oder des QR-Codes ist nicht nötig.

QR-Codes für bessere Bürgerkommunikation

Wir haben uns deshalb beim Bezirksamt dafür eingesetzt, an allen bezirklichen Baustellen QR-Codes auf Bauschildern anzubringen. Diese sollen zu einer öffentlich zugänglichen, digitalen Informationsseite führen, auf der Angaben zum jeweiligen Bauprojekt, inklusive des vorgesehenen Zeit- und Bauablaufs bereit stehen. Dabei sollen ohnehin schon vorhandene Informationen genutzt werden, um den Aufwand für die Verwaltung möglichst gering zu halten. Außerdem soll sich das Bezirksamt bei der zuständigen Senatsverwaltung dafür einsetzen, dass landeseigene Bauprojekten dies ebenfalls umsetzen und private Bauherrn dazu ermuntern, diese Praxis freiwillig zu übernehmen.

Wir möchten mit diesem Antrag die Bürgerkommunikation verbessern und Rückfragen, Beschwerden und Informationsdefizite reduzieren. Denn ein transparentes Vorgehen stärkt das Vertrauen in die Verwaltung und deren Handeln. QR-Codes bieten dafür eine niedrigschwellige technische Löung, die auf bestehenden Webstrukturen aufbauen kann.

Eine Einbindung privater Bauherrn und des Landes trägt zu einem einheitlichen Standard im Stadtbild bei und kann auch bei privat initiierten Bauvorhaben für mehr Offenheit sorgen.


Geschrieben von: Sophie Fallenstein