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Bild einer Queer-Pride Flagge vor dem Rathaus Lichtenberg

Vielfalt leben, Schutzräume bieten

Bild einer Queer-Pride Flagge vor dem Rathaus Lichtenberg

Vielfalt leben, Schutzräume bieten

Unser Lichtenberg ist Bunt! Jedoch sind nicht alle Menschen so aufgeschlossen und noch immer sind geschlechtsspezifische Gewalt, Homophobie, Rassismus etc. große Probleme. Wir wollen die Akzeptanz durch Aufklärung und Sichtbarkeit erhöhen und gleichzeitig Hilfsstrukturen stärken!

Ein vielfältiger Bezirk braucht eine sensibilisierte Verwaltung

Um das vom Senat beschlossene Leitbild “Weltoffenes Berlin – chancengerechte Verwaltung” und die Charta der Vielfalt im Bezirk effektiv umsetzen zu können, haben wir uns in dafür eingesetzt, in zusammenarbeit mit unterschiedlichen Beauftragten des Bezirks eine Arbeitsgruppe zu gründen. Diese fächerübergreifende Gruppe soll sich in regelmäßigen Abständen treffen und ihre Ergebnisse an die zuständigen Fachausschüsse und der Bezirksverordnetenversammlung berichten.

Lichtenberg ist ein Ort der Vielfalt und soll für Alle offen und lebenswert sein – dieses Bestreben muss sich auch im politischen Handeln widerspiegeln. Deswegen forderten wir auch eine Sensibilisierung aller Mitglieder des Bezirksamtes und der Bezirksverwaltung durch jährliche Diversity Schulungen und Sensibilisierungstrainings.

Diese Forderungen sind durch das Bezirksamt umgesetzt worden. Das Bezirksamt hat sich bei der Fachstelle DOKE (Diversitätsorientierte Organisations- und Kompetenzentwicklung im Land Berlin) um Unterstützung beworben. Die Fachstelle berät Behörden anlassbezogen und prozessorientiert, um die von den bezirken selbst gewählten Diversity-Ziele umzusetzen. Auf Grundlage dieser Beratung hat sich im Juli 2024 eine Prozessgruppe zusammengefunden, die bis November 2025 eine zentrale Diversity-Gesamtstrategie für das Bezirksamt Lichtenberg, sowie ein Maßnahmenpaket zur Umsetzung entwickelt. 

Bestehende Schutzräume erhalten!

Nach Einsatz unserer Fraktion hat das Jugendamt einen Leistungsvertrag mit dem Gewaltpräventionsprojekt Maneo abgeschlossen – damit wurde die Finanzierung für 2024/25 sichergestellt. Damit ist nun über einen längeren Erfahrungszeitraum die Dokumentation von Übergriffen auf queere Menschen gewährleistet.

Maneo ist eine Initiative zur Unterstützung Betroffener von homophober Diskriminierung und zur Gewaltprävention. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Opferhilfe, dafür findet jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr eine Sprechstunde im Nachbarschaftshaus in der Ribnitzer Straße statt. Damit wird Betroffenen von Diskriminierung und Gewalt ein niedrigschwelliger Zugang zu Unterstützungsangeboten ermöglicht.

Zugleich unterstützt Maneo die Vernetzung mit sozialen Trägern, Schulen und Projekten der Gemeinwesenarbeit in der Region. Dabei wird mittels Dialog und Erfahrungsaustausch ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung und Sensibilisierung für homophobe Gewalt geleistet.

Desweiteren erhöht die Initiative durch öffentlichkeitswirksame Aktionen die Sichtbarkeit von LSBTIQ+ Personen in Hohenschönhausen (zum Beispiel durch “Kiss Kiss Berlin”, einer Veranstaltung zum Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Queer*phobie).

Damit Lichtenberg ein sicherer und inklusiver Ort für alle wird, setzen wir uns natürlich weiterhin für Projekte wie das Maneo ein.

** Weitere Erfolge können Sie ab dem 24.04. hier nachlesen **


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Geschrieben von: Lisa-Marie Sager