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Gute (Aus-)Bildung und moderne Schulen

Gute (Aus-)Bildung und moderne Schulen

Unsere Kinder wollen in modernen, gut ausgestatteten Schulen lernen. Eine gute Bildung und Ausbildung sind der Schlüssel zu ihrer Zukunft und bestimmen mit, wie wir uns als Gesellschaft entwickeln. Unser größter Fokus in dieser Wahlperiode lag daher auf Schule und Bildung.

Ihr gestaltet eure Schulen!

Als Schüler*in aktiv mitbestimmen und gestalten im Schulalltag? Der Schüler*innen-Haushalt macht’s möglich!

Seit 2018 setzen wir als SPD-Fraktion uns dafür ein, das Projekt „Schüler*innen-Haushalt“ auch an Lichtenberger Schulen aufzubauen und zu festigen – das mit großem Erfolg! Seit 2019 ist die Umsetzung des Projektes offizielle Beschlusslage im Bezirk und die Zahl der teilnehmenden Schulen hat sich kontinuierlich gesteigert.

In der Wahlperiode 2021-2026 haben wir uns dafür stark gemacht, dass im Bezirkshaushalt noch mehr Spielraum geschaffen wird, damit wirklich alle interessierten Schulen die Möglichkeit haben, am Projekt teilzunehmen. Auch hier waren wir erfolgreich! Seit 2021 werden 120.000 Euro für die Schüler*innen-Haushalte bereitgestellt.

Dadurch konnten sowohl in 2025 als auch in 2026 vierzig Plätze für Lichtenberg vergeben werden. Jede der vierzig Schulen 3.000 Euro erhält.

Wofür das Geld ausgegeben wird, entscheiden die Schüler*innen in einem demokratischen Entscheidungsprozess selbst. Das ermöglicht den Schüler*innen nicht nur mehr Mitbestimmung und das Identifizieren und Beheben eigener Probleme an ihren Schulen, sondern stärkt auch Zusammenhalt und trägt zur Demokratieförderung bei.

Wichtige Inhalte spielerisch vermitteln

Um das Demokratiebewusstsein in Lichtenberger Schulen zu stärken und der zunehmenden Demokratieverdrossenheit entgegenzuwirken, wurde das Bezirksamt gebeten, die kostenlose Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ zu fördern. Die Ausstellung samt Workshops, Führungen sowie Transport und Aufbau steht Schulen ab 14 Jahren kostenfrei zur Verfügung. Sie ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit rechtsextremen und populistischen Strategien, die gezielt Jugendliche im Internet ansprechen. Bereits 2025 wurden die weiterführenden Schulen durch einen gemeinsamen Brief von Schulaufsicht und Bezirksstadträtin auf dieses Angebot aufmerksam gemacht.

Ergänzend zu diesen demokratiepolitischen Maßnahmen sind in Lichtenberg auch präventive Angebote zum Schutz vor sexueller Gewalt gut etabliert. Initiiert durch unseren Antrag, nutzen Schulen nun das Theaterstück „Trau Dich“ des SIBUZ sowie eine interaktive Wanderausstellung zur Prävention sexualisierter Missbrauchs. Angesichts der Tatsache, dass statistisch etwa ein bis zwei Kinder pro Klasse betroffen sind, dienen diese kostenlosen Angebote dazu, Kindern zu helfen, ihre Grenzen zu erkennen und zu kommunizieren. Wir begrüßen es sehr, dass in Lichtenberg durch diese vielfältigen Initiativen sowohl die demokratische Mündigkeit als auch der Schutz der Kinder an ihren zentralen Lernorten gestärkt werden.

Moderne und saubere Schulen für ein angenehmes Lernumfeld

Neben guten Inhalten, benötigen Schulen auch eine entsprechend moderne und funktionsfähige Einrichtung. Um das zu gewährleisten, sind Sanierungen unerlässlich, jedoch erfordern einige umfangreiche Sanierungsvorhaben eine zeitweilige Auslagerung des Schulbetriebs in Übergangsgebäude. Diese Gebäude nennt man auch Drehscheibenschule und wir haben uns mit unserer Schulstadträtin, Sandy Mattes, dafür stark gemacht, an der Bernhard-Bästlein-Straße solch eine Drehscheibenschule zu schaffen.

Durch die Schaffung der Drehscheibenschule an der Bernhard-Bästlein-Straße wird auch der Weg frei für mehrere Schulsanierungen. Wenn die Drehscheibe wie geplant Ende 2027/Anfang 2028 fertig wird, können bis 2040 ganze sieben Schulen rundum saniert werden – angefangen mit der Sonnenuhr-Grundschule. Für die notwendige Finanzierung haben wir uns in dieser Wahlperiode eingesetzt; in der nächsten gilt es, im Blick zu behalten, dass alles nach Zeitplan läuft!

Manche Maßnahmen zur Modernisierung von Schulgebäuden bedürfen allerdings lediglich eines Anbaus. Gemeint sind Fahrstühle an Schulen, die einige Barrieren abbauen und damit auch eine Hürde zu inklusiver Beschulung überwinden. Seit Ende 2025 sind vier neue Aufzüge an zwei Schulen im Bau – alle auf unsere Initiativen hin. Schon 2018 setzten wir uns für mehr Barrierefreiheit am Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium ein und 2020 kümmerten wir uns um einen Aufzug für die Philipp-Reis-Schule. Nun hat der Bezirk auch die nötigen Finanzmittel, um unsere Initiativen in die Tat umzusetzen. Noch 2026 sollen die Aufzüge fertiggestellt werden!

Ein gut funktionierendes Bildungssystem erfordert heute eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Im Rahmen des DigitalPakts Schule standen dem Land Berlin hierfür 257 Millionen Euro zur Verfügung. Um sicherzustellen, dass diese Mittel nicht ungenutzt bleiben, forderten wir das Bezirksamt in einem Antrag auf, die Fördermöglichkeiten vollständig auszuschöpfen und entsprechende Maßnahmen an Lichtenberger Schulen zu beschleunigen. Die finanziellen Mittel ermöglichen nicht nur den Ausbau der digitalen Infrastruktur – etwa durch verbesserte Vernetzung von Schulgebäuden, Servern und interaktiven Geräten wie Smartboards –, sondern auch die Bereitstellung digitaler Arbeitsgeräte für Schüler*innen im technisch-naturwissenschaftlichen Unterricht. Zur Fortschrittskontrolle sollte das Bezirksamt den zuständigen Ausschuss vierteljährlich informieren. Der aktuelle Stand zeigt: Von 13,5 Millionen zugewiesenen Mitteln wurden bereits 8,9 Millionen für konkrete Vorhaben gebunden, insbesondere für Gebäudevernetzung, WLAN-Ausbau sowie interaktive Tafeln und Server.

Parallel dazu haben wir uns angesichts der durch Wohnungsneubau verstärkten Belastung einzelner Schulen für regelmäßige Schulgipfel eingesetzt. Bei diesen öffentlichen Veranstaltungen treffen Schulleiter*innen, Elternvertretungen und der Bezirksschulbeirat zusammen, um Bedarfe an Instandhaltungs- oder Baumaßnahmen direkt zu kommunizieren. Das Bezirksamt kann seinerseits geplante Maßnahmen mitteilen oder auf Verzögerungen hinweisen. Insgesamt wurden 2022 und 2023 vier Schulgipfel abgehalten, die den direkten Dialog zwischen Verwaltung, Schulgemeinschaften und Politik deutlich verbessert haben. Durch diese kombinierten Ansätze werden sowohl die digitale Modernisierung als auch die physische Kapazitätsplanung an Lichtenberger Schulen systematisch vorangetrieben.

Wie geht es nach der Schule weiter?

Nach der guten Schulbildung braucht es entsprechende Zukunftsperspektiven für junge Menschen. Lichtenberg bietet hier nicht nur die Möglichkeit eines Studiums an einer der im Bezirk angesiedelten Hochschulen, sondern auch Ausbildungsbetriebe gibt es in Lichtenberg.

Um herauszufinden, welcher Ausbildungsberuf am besten zu einem passen könnte, ist es wichtig, sich rechtzeitig zu informieren. Damit genau das für Schüler*innen niedrigschwellig möglich ist, haben wir als SPD-Fraktion 2022 angeregt sogenannte „Ausbildungsbustouren“ im Bezirk durchzuführen. Die Wirtschaftsförderung sollte mit interessierten Unternehmen in den Dialog gehen und solche Touren planen.

Was aufgrund der anhaltenden Pandemie in 2022 als recht kleine Tour mit nur 25 Plätzen startete, wuchs schnell auf und Ende 2023 fand über drei Tage eine Ausbildungsbustour zu zehn Unternehmen und mit über 200 teilnehmenden Schüler*innen statt. Ein voller Erfolg!

Schulen bedarfsorientiert nutzen, Platzkapazitäten erhalten

Gute Politik muss aktuelle Bedarfe, ebenso wie künftige Entwicklungen einbeziehen. Aktuell sehen wir einen Einbruch der Geburtenrate, auch hier im Bezirk. Dennoch suchen aktuell viele Familien Schulplätze, die nicht allein über die Kapazitäten des Bezirks gedeckt werden können. Während wir also neue Platzkapazitäten schaffen, müssen wir uns auch bereits Gedanken machen, wie wir heute als auch zukünftig bezirkliche Liegenschaften für die Allgemeinheit nutzbar machen.

Deswegen setzen wir als SPD-Fraktion, zusammen mit unserer Stadträtin für Schule und Sport, Sandy Mattes, für ein Konzept zur Mehrfachnutzung ein. Das bedeutet, dass Gebäude des Bezirks, wie Schulen oder Sporthallen auch außerhalb des Schulbetriebs nutzbar gemacht werden. Sei es für Freizeitsportvereine, für Angebote der Volkshochschule oder einfach für den Nachbarschaftstreff.

Mit einem einheitlichen Konzept, das Sicherheit, Verantwortung für Schlüssel sowie Sauberkeit mitdenkt und Pflichten aller Nutzer*innen regelt, können bezirkliche Gebäude künftig mehr als nur einem Zweck zu Gute kommen. Dies schützt auch davor, dass im Falle sinkender Platzbedarfe an Schulen und Kitas die Gebäude ungenutzt bleiben. Eine Initiative, die sowohl das Heute als auch das Morgen mitdenkt!

Gut zur Schule kommen, aber sicher!

Dass unsere Kinder auch sicher zur Schule, zum Sportverein oder zum Jugendtreff kommen, muss auch bedacht werden. Für einen sicheren Schulweg haben wir als SPD-Fraktion beispielsweise die Einführung einer Schulstraße angeregt.

Eine Schulstraße funktioniert erstmal wie jede andere Straße, nur mit der Besonderheit, dass zu Stoßzeiten, wenn die Kinder zur Schule kommen oder von der Schule nach Hause gehen, für ungefähr eine Stunde die Durchfahrt untersagt ist.

Das trägt maßgeblich zu mehr Sicherheit der Schüler*innen bei. Aber auch zahlreiche weitere Maßnahmen, die unsere Jüngsten im Verkehr schützen sollen, haben wir angeschoben.
Mehr dazu im Kapitel zu Verkehr.


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Geschrieben von: Lisa-Marie Sager