Eine bessere Verkehrsführung mit Google Green Light
Eine bessere Verkehrsführung mit Google Green Light
Viele Autofahrer*innen in Berlin stecken regelmäßig im Stau fest. Besonders ärgerlich ist das, wenn dieser durch vermeidbare ineffiziente Verkehrsführung oder zu kurze Ampelschaltungen ausgelöst wird. Die SPD-Fraktion Lichtenberg fordert deshalb den Einsatz eines KI-Tools, das solche Staus reduziert: Google Green Light.
Datenanalyse mit Goggle Green Light
Dieses KI-Tool wird bereits in mehreren Großstädten auf vier Kontinenten eingesetzt, darunter auch Hamburg. Die Bilanz: bis zu 30% kürzere Wartezeiten an Ampeln, weniger stop-and-go und bis zu 10% weniger Abgasemissionen.
Google Green Light nutzt vorhandene Verkehrsdaten aus Google Maps, um Empfehlungen für bestehende Steuerungssysteme zu liefern. Dabei fließen Daten zu Fahr- und Halteperioden, Ampelplanung, und der Interaktion von Verkehr und Signalanlagen in die Analyse mit ein. Diese Daten stammen von Fahrzeugen und Smartphone-Nutzern. Fest installierten teure Sensoren sind nicht notwendig. Ohne zusätzlichen baulichen Maßnahmen können somit kostenneutral optimale Ergebnise erzielt werden. Die SPD- Fraktion hatte den Einsatz von Google Green Light in Lichtenberg deshalb bereits im Januar angeregt. Jetzt folgt ein Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung.
Ein Vorteil für Lichtenberg
Schließlich gibt es in Lichtenberg genug Kreuzungen, an denen sowohl Autofahrer*innen, als auch Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen lange warten müssen; an denen es zu unübersichtlichen Situationen und tragischerweise auch Unfällen kommt. Die datenbasierten Empfehlungen von Google Green Light sorgen hier für einen besseren Verkehrsfluss durch geringere Wartezeiten und mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen. Besonders große radiale Verkehrsachsen wie die Landsberger Allee, die Frankfurter Allee und die Rhinstraße können auf ihr Optimierungspotential geprüft werden. Der öffentliche Personenverkehr bleibt davon unberührt. Die Optimierung greift nur in Zeitfenstern, in denen der ÖPNV die Kreuzungen nicht nutzt.
Für und ist klar, dass intelligente Verkehrssteuerung den ÖPNV nicht ausbremsen darf, sondern ihn ergänzen muss. Gerade auf Lichtenbergs langen geraden Hauptstraßen können „Grüne Wellen“ sinnvoll berechnet werden, sodass Straßenbahnen, Busse und der übrige Verkehr besser miteinander harmonieren. – Jutta Feige, Verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion
Lichtenberg als Vorreiter
Mit dem Antrag bittet die SPD-Fraktion das Bezirksamt, sich für eine Bewerbung Berlins als offiziellen Partner für Google Green Light einzusetzen – mit Lichtenberg als Modellbezirk. So kann sich Lichtenberg als Vorbild für moderne Smart-City-Lösungen positionieren und dabei einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten. Nachdem der Ausschuss für öffentliche Ordnung und Verkehr bereits eine Annahmeempfehlung ausgesprochen hat, hoffen wir, dass der Antrag nun in der Bezirksverordnetenversammlung angenommen wird.
Mit diesem Beschluss holen wir eine innovative, sofort wirksame Lösung nach Lichtenberg. Weniger Stop-and-Go bedeutet weniger Lärm, weniger Abgase und mehr Lebensqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner, ganz ohne dass der Bezirkshaushalt belastet wird. – Kevin Einenkel, Fraktionsvorsitzender