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Einwohnerversammlung Bauen und Verkehr in Karlshorst

Gestern fand im neuen Kulturhaus wieder die fast schon traditionell zu nennende Einwohnerversammlung “Bauen und Verkehr in Karlshorst” statt, zu welcher der Bürgerverein Karlshorst alljährlich einlädt. Trotz der nicht allzu umfangreichen Werbung für die Veranstaltung fanden fast 200 Gäste den Weg in das Kulturhaus, was sicher für das große Interesse der Karlshorster an diesen Themen und für die Qualität der Veranstaltung spricht.

Stadtrat Wilfried Nünthel berichtete über die wesentlichen aktuellen Entwicklungen und stellte sich den Fragen der Einwohner. Dabei ging es unter anderem um den Neubau der Eisenbahnbrücke, den Erhalt des Regionalbahnhofs und einen Ausblick zum weiteren Verfahren für den Bau der TVO. Ein weiteres Thema war die Kitasituation. Hier sind durch mehrere in Planung oder bereits im Bau befindliche Einrichtungen deutliche Verbesserungen zu erwarten. In den nächsten Jahren werden in Karlshorst mehr als 500 neue Kitaplätze entstehen. Weiterlesen

Antrag: Halbseitiges Gehwegparken in der Hohenschönhauser Straße

In die BVV-Sitzung am 28. Juni 2012 bringt die SPD-Fraktion folgenden Antrag ein:

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass künftig das halbseitige Gehwegparken in der Hohenschönhauser Straße stadtauswärts zwischen Herbert-Tschäpe- Straße und Judith-Auer-Straße angeordnet wird.

Begründung:

Gerade im Berufsverkehr behindern sich auf diesem Abschnitt Straßenbahnen der Linien M 5 und M 6 sowie Autos gegenseitig, weil durch die geparkten Fahrzeuge am Straßenrand ein Vorbeikommen des fließenden Verkehrs nicht möglich ist. Der Stau sorgt auch für Verspätungen bei der Straßenbahn.

Ein halbseitiges Gehwegparken, wie es auch schon an anderen Stellen der Hohenschönhauser Straße möglich ist, würde hier wesentlich zur Entkrampfung beitragen. Sowohl die Breite des Gehweges als auch die geringe Frequentierung von Fußgängern (die Eingänge zu den Wohnhäusern befinden sich auf der Rückseite) würde eine solche Parkanordnung in den angegeben Streckenabschnitt möglich machen.

Zu Gast bei Stadler in Pankow

Am 19.04. haben einige Fraktionäre sowie andere Mitglieder der SPD Lichtenberg das Werk des Schienenfahrzeugherstellers Stadler besucht. Seit 2011 betreibt die Firma auch ein Werk in Hohenschönhausen. Diese läuft in seiner Startphase noch auf einem Ein-Schicht-System, weswegen ein Besuch dort nicht möglich war. Nach einem einleitenden Vortrag zur Firmenphilosophie sowie zur Produktpalette, führte uns der Geschäftsführer von Stadler Deutschland, Herr Daum, selbst durch die Produktionsstätte. In der großen Halle konnte man vom „Rohbau“ bis zum fast fertigen Zug verschiedene Arbeitsstadien der Fahrzeugmontage beobachten.

In einer anschließenden Diskussion nebst kleinem Imbiss wurden verschiedene Fragen zur Zukunft der öffentlichen Verkehrmittel in Berlin diskutiert. Verschiedene Ausschreibungsformen, Finanzierungsmöglichkeiten und die Schwierigkeiten, denen die Hersteller bei der Neuzulassung von Fahrzeugen gegenüberstehen ware dabei nur einige Punkte.

Es wurde berichtet, dass das Stadlerwerk in Hohenschönhausen einen langfristigen Standort  gefunden hat und auf dem Gelände selbst noch Weiterentwicklungspotentiale gesehen werden. Als Ausbildungsbetrieb, auch im Fertigungsbereich, wird mit Firmen wie Stadler auch der Wirtschaftsstandort Lichtenberg attraktiver.

Fotos der Veranstaltung finden sich auf unserer Facebookseite.

Bauarbeiten am S-Bahnhof Karlshorst: Unterführung wird verbreitert

In diesen Tagen beginnen am S-Bahnhof Karlshorst die seit langem geplanten Arbeiten zur Verbreiterung der Bahn-Unterführung. Damit soll das Nadelöhr an der Treskowallee endlich beseitigt und das Umsteigen zwischen S-Bahn und Straßenbahn erleichtert werden. Das Bauvorhaben wurde am 12. Januar auf einer Informationsveranstaltung in der Aula der Hochschule für Technik und Wirtschaft vorgestellt, zu der der Bürgerverein Karlshorst eingeladen hatte.

Bei den auf zwei Jahre und vier Monate angesetzten Bauarbeiten wird es auch zu Einschränkungen für Anwohner, Autofahrer und Nutzer von S-Bahn, Straßenbahn und Regionalverkehr kommen. 2012 sollen die S3 bzw. die  RE1/RE2 mehrfach unterbrochen werden – allerdings nicht zur gleichen Zeit. Für den Frühsommer ist eine etwa einwöchige Vollsperrung der Unterführung geplant – Autofahrer müssen dann Umleitungen in Kauf nehmen. Für Fußgänger und Radfahrer soll die Unterführung durchgehend geöffnet bleiben.

Auch der andauernde Umbau des Bahnhofs Ostkreuz und die Zukunft des Regionalbahnhofs Karlshorst waren Thema der Veranstaltung. Die Bahn plant weiterhin, Karlshorst nach der Eröffnung des Regionalbahnhofs Ostkreuz zu schließen. Dagegen erklärte Bürgermeister Andreas Geisel, er werde weiterhin für die Offenhaltung von Karlshorst kämpfen.

„Es ist gut, dass die Bauarbeiten jetzt endlich beginnen. Die Verbreiterung der Unterführung ist ein wichtiger erster Schritt, um Karlshorst als Umsteigebahnhof zu modernisieren. Vor diesem Hintergrund wäre es fahrlässig, den Regionalbahnhof wie geplant zu schließen“, erklärt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Henning Fahrenberg.

Situation am Bahnhof Hohenschönhausen verbessern

Bereits 2010 stellte die Bürgerinitiative „Berliner Luft“ bei einer Begehung des S- und Regional-Bahnhofes Berlin-Hohenschönhausen gravierende Mängel im Bereich Sicherheit fest. So war und ist beispielsweise die Videoüberwachung des Gleises 1 in Richtung Wartenberg defekt, Notruf- und Info-Säulen fehlen sowohl auf den S-Bahn- als auch auf den Regionalbahnsteigen. Es gibt keine Sicherheitsstreifen auf den Bahnsteigen und die Hinweisschilder zum öffentlichen Nahverkehr an den vier Ausgängen fehlen entweder ganz oder entsprechen nicht dem aktuellen Stand.

Das sind nur einige Beispiele der insgesamt 20 Punkte der Mängelliste, die die Bürgerinitiative ihrerseits erstellt und der Deutschen Bahn und den zuständigen Senatsstellen hat zukommen lassen. Eine erneute Begehung im Juli dieses Jahres ergab, dass sich seither wenig bzw. gar nichts getan hat. Die SPD-Fraktion hat deshalb für die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 25. August einen Antrag eingebracht, in dem des Bezirksamt ersucht wird, den von der Bürgerinitiative erarbeiteten Forderungskatalog zu unterstützen und den verantwortlichen Stellen bei der Deutschen Bahn und im Senat den dringenden Handlungsbedarf für die Sicherheit der Fahrgäste deutlich zu machen.

„Damit wollen wir erreichen, dass diese unhaltbaren Zustände an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Norden unseres Bezirks recht schnell der Vergangenheit angehören, im Interesse der Sicherheit aller Fahrgäste“, begründet der Fraktionsvorsitzender Manfred Becker den Antrag.