Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, gemeinsam mit den lokalen Akteurinnen und Akteuren, wie Gewerbetreibenden, Vermietern, Bürgerverein, Wirtschaftskreis und Regional-management geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine Wiederherstellung der Gewerbevielfalt in der Konrad-Wolf-Straße zu initiieren. Dabei sollen die bestehenden Fachgeschäfte unterstützt, Neueröffnungen gefördert, sowie Alternativen zum Leerstand gefunden werden. Hierbei soll in die Überlegungen einfließen, ob leer stehende Geschäftsräume zwischenzeitlich von kulturellen oder sozialen Ein-richtungen und Initiativen kostengünstig genutzt werden können.
Der BVV ist bis September 2010 ein entsprechendes Konzept vorzulegen.

Begründung

Die Konrad- Wolf- Straße war bis vor wenigen Jahren eine beliebte Einkaufsstrasse in Alt- Hohenschönhausen mit einem guten Branchenmix, der von Dienstleistungen über Fahrräder bis hin Heimelektronik, Büchern und Textilien reichte. Leider ist davon nicht mehr viel übrig geblieben. Heute prägen auf der Straße vom Hohenschönhauser Tor bis zum Storchenhof insgesamt 13 Imbissstätten, die zum größten Teil in ehemalige Läden eingezogen sind, 12 Blumenläden und sechs Apotheken das Bild. Jüngstes Beispiel: In einem ehemaligen Textilgeschäft hat jetzt ein Pizza-Lieferservice Einzug gehalten. Kommunales Handeln ist also dringend erforderlich, um diese Entwicklung zu stoppen.

Berlin, 05.03.2010

Manfred Becker
Fraktionsvorsitzender
für die SPD-Fraktion

Peter Müller
Bezirksverordneter
für die SPD-Fraktion