Antrag an die BVV

Finanzielle Ausstattung der Stadtteilzentren verbessern

Das Bezirksamt wird ersucht, die 5 geförderten Stadtteilzentren finanziell auskömmlicher als bisher auszustatten. Damit soll ein angemessenes Verhältnis zwischen übertragenen Aufgaben und jeweils vorgehaltenen personellen Kapazitäten wie auch verfügbaren Sachmitteln ermöglicht werden.

Begründung:
Seit Januar 2010 arbeiten die Stadtteilzentren auf der Grundlage der Konzeption „Förderung der Stadtteilarbeit ab 2010“ vom 17.06.2009 als regionale Zentren von Gemeinwesenarbeit im Bezirk. Die dort benannten Schwerpunkte der Arbeit, insbesondere
• die Koordinierung und Begleitung der Prozesse um die Gemeinwesenentwicklung, speziell zum Bürgerhaushalt, in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und regionalen Partnern
• der Aufbau eines Kooperations- und Informationsnetzwerkes mit wichtigen Schlüsselpersonen im Prognoseraum und stetiger Kontakt mit dem Stadtteilmanagement
• die Durchführung und Leitung einer regelmäßigen Akteursrunde
• die Mitarbeit in Fachgremien des Bezirksamtes
erfordern ein besonderes Maß an fachlicher Kompetenz und zeitlichem Engagement, um dieser besonderen kommunikativen und koordinatorischen Rolle im Gemeinwesen gleichmäßig gerecht werden zu können. Hinzu kommen die planerische und organisatorische Verantwortung für die weitere inhaltliche Verankerung der Stadtteilzentren in den Stadtteilen, die Freisetzung, Förderung und Begleitung bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements im Stadtteil sowie ggf. die Anleitungsverantwortung für Mitarbeiter/innen in Maßnahmen der Arbeitsförderung.
Die gegenwärtige Ausstattung erscheint im Verhältnis zu der den Stadtteilzentren zugeschriebenen Rolle im Stadtteil und gemessen an den Aufgabenstellungen nach den bisherigen Erfahrungen nicht auskömmlich.
Mit einer finanziellen Besserstellung soll insbesondere auch die Beschäftigung und tarifliche Bezahlung sozialpädagogischer Fachkräfte ermöglicht und zugleich sichergestellt werden, dass die Kernaufgaben der Stadtteilzentren durch diese Fachkräfte wahrgenommen werden können. Die Stadtteilzentren werden damit in ihrem fachlichen Profil als Zentren der Gemeinwesenarbeit und in ihren Möglichkeiten, mit einem möglichst breiten Bevölkerungsquerschnitt tätig zu werden, wesentlich gestärkt.

Kerstin Beurich