Dringlicher Antrag zur Beschlussfassung

Betr.: Änderung der Flugrouten für den Will-Brandt-Flughafen

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass die geplanten Flugrouten für den Willy-Brandt-Flughafen geändert und dahingehend überprüft werden, dass so wenig Stadtgebiet wie möglich überflogen wird.

Begründung:

Die jetzt vorliegende Planung für die Abflugflugrouten ist im Wesentlichen ohne Information bzw. Bürgerbeteiligung der betroffener Bezirke erfolgt. Zukünftig sollen die Bezirke Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg, Neukölln und Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Marzahn- Hellerdorf und Lichtenberg überflogen werden. Die geplante Spreizung der Startrouten bei Parallelstarts von 30° ist nicht notwendig, die entsprechende Richtlinie schreibt lediglich 15° vor. Es ist unverständlich, warum die Abflugflugrouten zu einem Großteil über dicht besiedeltem Gebiet verlaufen. Die Lärmbelästigung für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger ist enorm. Die Begründung für die Schließung der Flughäfen Tempelhof und die bevorstehende Schließung von Tegel war und ist gerade die Vermeidung von Fluglärm über Wohngebieten.

Nach der derzeitigen Planung werden also noch mehr Wohnbezirke der Stadt Berlin betroffen sein. Deshalb wird die derzeitige Überflugplanung abgelehnt und gefordert eine neue Planung zu erstellen, die das Überfliegen von Stadtbezirken weitestgehend vermeidet.

Begründung der Dringlichkeit:

Die Diskussion über die Startrouten des Willy-Brandt-Flughafens ist derzeit im vollen Gange, deswegen sollte der Bezirk jetzt seine Stimme erheben und den entsprechenden Behörden eine Stellungnahme zukommen lassen.

Berlin, 21.09.2010

Manfred Becker Erik Gührs
Fraktionsvorsitzender Bezirksverordneter
für die SPD-Fraktion für die SPD-Fraktion