Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht,

  1. im Rahmen der Weiterentwicklung der Schulentwicklungsplanung und in Vorbereitung der Umsetzung der neuen Schulstruktur in Lichtenberg geeignete Standorte für das Modell der Gemeinschaftsschule zu benennen und diese in die Beratungen der AG „Schulstrukturreform“ einzubringen,
  2. auch weiterhin motivierende Gespräche mit Schulleitungen im Bezirk zu führen, um diese für eine Teilnahme an der Pilotphase zur Erprobung des Gemeinschafts-schulmodells zu gewinnen,
  3. diese Drucksache zusammen mit DS/1212/VI zu beantworten.

Begründung

Das Modell der Gemeinschaftsschule als Ort langfristigen gemeinsamen Lernens für alle Kinder, unabhängig vom individuellen Leistungsvermögen, stellt sich als Modell mit hohem integrativen Ansatz dar. Es will einer frühen leistungsmäßigen Selektion einzelner Kinder entgegen wirken und damit der vielfach beschriebenen strukturellen Benachteiligung aufgrund sozialer Herkunft eine geeignete Antwort – die „Schule für alle“ – entgegen setzen. Diese fördert individuell, wertgeschätzt unterschiedliche Fähigkeiten und Begabungen und garantiert gleichzeitig die prinzipielle Gleich­wertigkeit des mittleren Schulabschlusses.

Das Bezirksamt hat bereits in der Vergangenheit verschiedene Initiativen unternommen, auch in Lichtenberg Schulen für eine Teilnahme an der Pilotphase Gemeinschaftsschule zu gewinnen. Aufgrund der voran schreitenden Planungen für die Einführung der Sekundarschule wird es als sinnvoll erachtet, die Anstrengungen hinsichtlich der Etablierung vom Modell Gemeinschaftsschule in Lichtenberg weiterzuführen und mit den Schulleitungen geeigneter Schulstandorte weiterhin gezielt ins Gespräch zu gehen.

Berlin, 11.05.2009

Manfred Becker
Fraktionsvorsitzender
für die SPD-Fraktion

Michael Heinisch
Fraktionsvorsitzender
Fraktion für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen