Am 9. April 2013 hat die Linkspartei im Ausschuss für Umwelt der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung erneut versucht, einen Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen scheitern zu lassen, in dem durch die Ausschussmitglieder ihrer Fraktion immer neue, teilweise nicht nachvollziehbare Forderungen aufgestellt wurden, um die Abstimmung darüber zu verhindern.

Um was geht es? Bündnis 90/Die Grünen hatte einen Antrag eingebracht, der das Bezirksamt ersuchen soll, bei Veranstaltungen, die vom Bezirksamt organisiert werden, ein Bewusstsein für CO2-Emissionen zu entwickeln.

Der Hintergrund: Jede Veranstaltung verursacht zusätzliche Treibhausgasproduktion. Durch relativ einfache Maßnahmen, wie die Wahl des Veranstaltungsortes nach der ÖPNV- Anbindung, der klimaneutrale Druck der Einladungen, der Einsatz von Mehrwegverpackungen, das Nutzen von Tageslicht und einer effizienten Heizungs- und Beleuchtungstechnik lässt sich schon viel erreichen.

In den Augen der Zählgemeinschaft ein guter Antrag, der eingehend vom Bezirksamt auf seine Umsetzung, das versicherte jedenfalls der zuständige Stadtrat Wilfried Nünthel, (CDU) geprüft wird.

Man könnte meinen, Umweltschutz geht alle an, also werden die Ausschussmitglieder sicherlich alle dem zustimmen, denn was gibt es an dem Anliegen ansonsten abzulehnen? Doch weit gefehlt.

Bei der Abstimmung selbst enthielt sich die Linkspartei. Klimaschutz also ein Thema, das für sie nicht von Interesse ist? Könnte man nach dem Abstimmungsverhalten meinen, oder rührt die Enthaltung nur daher, dass sich die Zählgemeinschaft wieder einmal einig war?

Das allerdings wäre schade und hilft weder der Umwelt noch sonst jemanden.