Diese Code-Frage entstammt dem Projekt des Münsteraner Frauennotrufes. Ähnliche Projekte gab es vorher bereits in den USA und so wollte man dieses Hilfsangebot auch hier schaffen.
Das Projekt „Luisa ist hier“ möchte dafür Sorge tragen, dass Menschen die Opfer sexueller Übergriffe werden, schnell und einfach Hilfe erhalten können. Dazu muss es aber erstmal Anlaufstellen geben. Diese könnten zum Beispiel Bars. Clubs, Cafés und andere Einrichtungen sein, die sich als Projektpartner:innen bereiterklären.
Wir möchten das Bezirksamt dazu anhalten, aktiv Projektpartner:innen anzuwerben.

Es muss nur die Frage „Ist Luisa hier?“ gestellt werden und das Personal wird wissen, wie weiter vorgegangen werden kann. Das Anliegen der Betroffenen kann dann in einem Raum abseits des Geschehens besprochen werden, um erstmal für Ruhe und Klarheit zu sorgen. Dann wird gemeinsam entschieden, was passieren soll. Soll der/die Täter:in gebeten werden zu gehen, soll ein Taxi gerufen, oder man nach draußen begleitet werden? Es gibt viele Möglichkeiten wie geholfen werden kann. Um der Situation angemessen entscheiden zu können, werden Mitarbeiter:innen der Einrichtungen die am Projekt teilnehmen, vorher spezifisch geschult.

Betroffene können sich also guten Gewissens und ohne große Hemmschwelle Hilfe suchen.
Obwohl sich die Kampagne vorwiegend an Frauen richtet, schließt sie andere Personengruppen keineswegs aus. Auch Männer sowie Trans-Personen können das Angebot wahrnehmen, denn jeder*jedem soll Hilfe ermöglicht werden, wenn sie gebraucht wird.

Sexuelle Übergriffe sind leider für viele Menschen, besonders oft für Frauen, Alltag. Ob im Arbeitsumfeld, in der Schule, beim Sport oder sogar in Arztpraxen findet sexuelle Belästigung statt. Belästigung ist dabei nur ein kleiner Teil dessen wie sexuelle Übergriffe aussehen können.
Initiativen wie „Luisa ist hier“ tragen dazu bei, dass Betroffenen nicht nur adäquat geholfen werden kann, sondern sich auch das Sicherheitsempfinden ein Stück bessert.

In Berlin gibt es dieses Projekt bisher nicht. Allgemein sieht es im Osten Deutschlands noch sehr rar aus, was diese Initiative anbelangt.
Deshalb, aber auch weil grade in einer so belebten Stadt wie Berlin das Thema sexuelle Belästigung, bzw. Gewalt immer öfter aufkommt, setzen wir uns als SPD-Fraktion-Lichtenberg dafür ein, dass „Luisa“ auch in Berlin ankommt.
Dafür haben wir auch bereits einen Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung eingebracht.
Wir hoffen, dass er viel Zustimmung erhält.

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