Am 08.12. fand auf Einladung des Fördervereins Obersee & Orankesee e.V. eine Informationsveranstaltung zum Stand und zu weiteren Planungen der Renaturierung des Oranke- sowie der Sanierung des Obersees statt. Einleitend stellte Andreas Geisel, Bezirksbürgermeister und langjährig zuständiger Stadtrat, fest, dass die Kommunikation, vor allem im Bezug auf die Fällung der in die technischen Bauwerke eingewachsenen Weiden schlecht verlaufen sei, und entschuldigte sich stellvertretend für das Bezirksamt für die verzögerte Information. Das Bezirksamt selbst, aber auch die Planer und die entsprechenden Behörden hatten im Vorfeld nicht mit Einwachsungen dieses Umfangs gerechnet.

 

Im Anschluss stellte das Amt für Umwelt und Natur noch einmal die umfangreiche Planung für den Orankesee vor. Daran schloss sich eine in Teilen sehr kontroverse Diskussion an, die einige sehr fachlich, andere aber auch sehr emotional führten. Am Ende stand die Feststellung, dass man zwar über einzelne Baumfällen zu anderen fachlichen Einschätzungen kommen kann, dass die durchgeführten Maßnahmen aber im Sinne der Planungen zur Renaturierung gerechtfertigt sind. Erfreulich für alle war der Hinweis, dass der eng gesteckte Zeitplan nach heutiger Einschätzung eingehalten werden kann, so dass die Maßnahmen bis zum 30.04.2012 abgeschlossen sein werden.

Weit weniger emotional verliefen die Diskussionen zum Obersee, da hier nach aktuellem Planungsstand nur eine einzige Weide nicht erhalten werden kann. Bei vielen anwesenden Bürgerinnen und Bürgern stand so am Ende das Gefühl der Zufriedenheit, dass mit den durchgeführten Maßnahmen dieses Naherholungsidyll auf lange Sicht gesichert werden kann.

 

„Das Projekt der Renaturierung bzw. Sanierung von Oranke- und Obersee generell ist eines der am besten kommunizierten Vorhaben im Bezirk. Leider hat dies in Bezug auf die Baumfällungen nicht funktioniert. Das Amt für Umwelt und Natur hat aber überzeugend dargelegt, dass jede einzelne Baumfällung sorgfältig abgewogen wurde. Einige Fällungen hätten aufgrund der Verkehrssicherungspflicht der Behörde ohnehin durchgeführt werden müssen. Jetzt richten wir den Blick nach vorn auf die folgenden Bauabschnitte und vor allem die noch nicht gänzlich abgeschlossenen Planungen für den Obersee“ so der Umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Stefan Unger.