Große Anfrage: Hilfen zur Erziehung

In die BVV-Sitzung am 28. August 2014 bringt die SPD-Fraktion folgenden große Anfrage ein:

Anmerkungen: Die Fragen beziehen sich im Wesentlichen auf die Berichte des Jugendamtes in den Sitzungen des Jugendhilfeausschusses im Dezember 2013/Januar 2014 und auf den Bericht des Jugendamtes an den Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses vom März 2013.

Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

1. Wie haben sich die Hilfezahlen in den letzten Monaten im Bereich der ambulanten, stationären und teilstationären Hilfen zur Erziehung entwickelt?
2. Wie haben die Kosten bei den unter Frage 1 genannten Produkten entwickelt?
3. Wie stellen sich die Entwicklungen der Hilfezahlen und der Hilfekosten im Berliner Vergleich dar?
4. Wie erklärt sich das Bezirksamt, dass Lichtenberg im berlinweiten Vergleich eine überdurchschnittlich hohe Hilfedichte hat (insbesondere bei unter 12-jährigen) und wieso ist das Durchschnittsalter bei Hilfebeginn in Lichtenberg im Berliner Vergleich so gering?
5. Wie erklärt sich das Bezirksamt, dass ambulante Maßnahmen nur bedingt stationäre Hilfen vermeiden und wie stellt sich das im berlinweiten Vergleich dar?
6. Welche Maßnahmen unternimmt das Bezirksamt, um stationäre Hilfen zu vermeiden und wie erfolgreich sind diese?
7. Wieso sind die Rückkehroptionen bei stationärer Unterbringungen so gering und wie stellt sich das im berlinweiten Vergleich dar?
8. Wie gedenkt das Bezirksamt Rückkehroptionen zu stärken?
9. Aus welchem Grund wird bei ambulanten Hilfen das Hilfeziel viel eher erreicht als bei stationären Zielen und wie stellt sich das im berlinweiten Vergleich dar?
10. Welche Indikatoren gibt es, dass Hilfeziele nicht erreicht werden und wie werden die Hilfen dann angepasst?
11. Welche Maßnahmen unternimmt das Bezirksamt, damit Hilfen zukünftig passgenauer sind und die Hilfeziele erreicht werden?
12. Welche Auswirkungen hat das Ende letzten Jahres eingesetzte Fach- und Finanzcontrolling hinsichtlich der Ausgabenentwicklung und der Passgenauigkeit der Hilfen?
13. Welche Auswirkungen hat die Einführung der virtuellen Budgets hinsichtlich der Ausgabenentwicklung und der Passgenauigkeit der Hilfen?
14. Welche Maßnahmen unternimmt das Bezirksamt, um über 18-jährige, die Hilfen zur Erziehung erhalten, in Maßnahmen des Jobcenters zu überführen und welche Zusammenarbeit gibt es mit dem Jobcenter?
15. Wie viele Fälle bearbeitet ein Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin des Regionalen Sozialpädagogischen Dienstes (RSD) im Durchschnitt?
16. Auf welcher Grundlage wird über Hilfarten und -pläne entschieden? Können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RSD auf Grund der hohen Fallzahlen ein eigenes Bild machen oder sind sie auf die Einschätzung Dritter angewiesen?