Einwohnerversammlung in Hohenschönhausen

Am 6. Juni hatten die Kiezaktive in Neu-Hohenschönhausen und der Bürgerverein Hohenschönhausen zu einer Einwohnerversammlung in das Veranstaltungsgebäude der Wohnungsbaugenossenschaft Humboldt-Universität geladen.

Bezirksstadtrat Wilfrid Nünthel stellte die wichtigsten Vorhaben in den Bereichen Bauen, Landschaftsplanung und Verkehr vor und stellte sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger.

Ein zentraler Punkt der Diskussion war die Zukunft des Prerower Platzes. Die vom Bezirksamt vorgestellten Pläne eines Investors, den Bereich an der Wartenberger Straße mit einem Gebäude zu bebauen, in dem vorrangig Einzelhändler angesiedelt werden sollen, stieß bei den Anwohnerinnen und Anwohnern auf Kritik. Überwiegend wurde die Meinung geäußert, dass der Platz zwar belebt werden solle, dass dies aber auf andere Art und Weise geschehen solle als durch die weitere Ansiedlung von Einzelhandel, zumal negative Auswirkungen für die umliegenden Nahversorgungszentren (Mühlengrund, Hansacenter, RIZ) befürchtet wurden.

Demgegenüber verwies das Bezirksamt auf das von der Bezirksverordnetenversammlung im letzten Jahr beschlossene Zentren- und Einzelhandelskonzept, das die weitere Ansiedlung von Einzelhandel am Prerower Platz ausdrücklich erlaubt.  Positiv aufgenommen wurden hingegen die Pläne des Investors, die Bebauung mit der Aufwertung des Bahnhofs Hohenschönhausen zu verbinden.

Außerdem wurde die verkehrliche Situation in Malchow diskutiert, auch im Hinblick auf eine geplante bzw. gewünschte Ortsumfahrung. Einig waren sich die Anwesenden darin, dass die momentane Situation unhaltbar ist und sich mit der Fertigstellung des Autobahnkreuzes Barnim noch verschlimmern wird. Eine Umfahrung westlich des Dorfes scheitert momentan am Widerstand des Nachbarbezirks Pankow. Für kurzfristige Entlastung soll zumindest eine Sanierung der Dorfstr. aus Mitteln des Schlaglochsanierungsprogramms des Senats sorgen, die am 7. Juni im Ausschuss für Ökologische Stadtentwicklung beschlossen wurde und voraussichtlich noch im Juni von der Bezirksverordnetenversammlung verabschiedet wurde.

Ebenfalls vorgestellt wurde das Bauvorhaben Am Hechtgraben (Bebauungsplan 11-54). Hier entsteht in den nächsten Monaten eine Einfamilienhaussiedlung.

Für Unmut sorgte wie schon auf der Einwohnerversammlung eine Woche zuvor die weiterhin ungeklärte Situation um die Poststelle in der Welsegalerie 1. Hier besteht der Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner, diese auch während der Sanierung zu erhalten.