Bericht aus dem Jugendhilfeausschuss

von Erik Gührs, Fraktionsvorsitzender und jugendpolitischer Sprecher

Der Jugendhilfeausschuss hat sich am 03. April in erster Linie mit dem Bürgerhaushalt beschäftigt. Über ein Dutzend Vorschläge standen zur Debatte und wurden beraten. Im wesentlichen folgte der Ausschuss den Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger. So votierte der Ausschuss bspw. mehrheitlich dafür, Kinder und Jugendliche bei der Sanierung von Spielplätzen mit einzubeziehen. Weiterhin setzt sich der Ausschuss für die Weiterfinanzierung zweier Familienzentren ein, deren Förderung durch Stiftungsmittel in 2012  beendet wird.

Diskussionen gab es anschließend zur Evaluation der Jugendarbeit. Die Frage ist, wie man die Wirksamkeit von Angeboten messen kann, damit sich die Angebote vor Ort stetig verbessern können. Der Jugendhilfeausschuss entscheidet über mehrere Millionen Euro, mit denen verschiedenste Projekte finanziert werden. Es gibt daher das berechtigte Bedürfnis, die bisherige Arbeit zu bewerten und quantitativ miteinander zu vergleichen. Leider lassen sich Präventionserfolge und Qualität aber nicht so einfach in Zahlen pressen. Ein Angebot, welches zwanzig Jugendliche erreicht, kann nicht direkt mit einem Angebot für fünf Jugendliche verglichen werden, da bei letzterem die individuelle Betreuung viel intensiver ist.

Eine breite Einigkeit gab es dann wieder beim Tagesordnungspunkt Rahmenvertrag Jugend. Der Ausschuss hat eine Beschlussempfehlung verabschiedet, die das Bezirksamt auffordert sich für berlinweite einheitliche Regelungen für Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Familienförderung einzusetzen. Leider ist eine solche Vereinbarung zwischen den Bezirken und dem Land Berlin dringend notwendig, da sich die qualitativen Ansprüche und die finanzielle Ausstattung in den zwölf Bezirken stark voneinander unterscheiden.