Nach der Besichtigung der Karlshorster Grundschule berichtete die Direktorin der Schule über die Erfahrungen mit der Einführung des Jahrgangsübergreifenden Lernens (JÜL) an Ihrer Schule. Ihr Bericht machte dem Ausschuss die vielschichtigen Herausforderungen deutlich, die damit verbunden sind. Erstens gibt es räumliche Probleme, zweitens muss insbesondere die ältere Lehrerschaft von diesem Konzept überzeugt werden und drittens ist der bisherige Zeitraum noch zu kurz, um die Ergebnisse und Erfahrungen aus den einzelnen Projekten bewerten zu können. Sollte es zu den angekündigten Kürzungen bei Personal und Finanzen kommen, sieht die Schulleiterin diese Projekte auf der Kippe. Diese Kürzungen nämlich wurden durch den Vertreter der Außenstelle der Senatsverwaltung angekündigt für den Fall, dass sich Grundschulen grundsätzlich gegen das JÜL aussprechen werden. Dem hat Fritz Wolff als SPD Mitglied im Ausschuss vehement widersprochen und eine Prüfung dieser Verfahrensweise angeregt. Diesbezüglich ist eine kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus bereits in die Wege geleitet.

Als weiteres Problem diskutierte der Ausschuss die Umsiedlung der Asylbewerberanlaufstelle in die Rhinstraße 7 aus Spandau. Hierbei teilte die zuständige Stadträtin Frau Kerstin Beurich (SPD) mit, dass durch sie bereits schriftlich die Unterstützung des Senats eingefordert wurde. Eine zufriedenstellende Auskunft durch die Außenstelle gab es hierzu nicht. Die Verordneten waren sich einige, dass ein schnelles Handeln der verantwortlichen Stellen notwendig ist, da der Zeitraum zum Reagieren sehr knapp werden könnte.