Bericht aus dem Ausschuss für ökologische Stadtentwicklung

Der Ausschuss für ökologische Stadtentwicklung hat sich in seiner ersten Sitzung des neuen Jahres am 7. Januar unter anderem mit dem aktuellen Stand zum umstrittenen Bauvorhaben an der Wönnichstraße befasst. Der vom Bezirksamt kurz vor Weihnachten mit dem Eigentümer erzielte Vergleich – der allerdings noch nicht rechtskräftig ist – sieht u.a. vor, dass die Ausfahrt vom Supermarktparkplatz auch künftig nicht genutzt werden kann und durch massive Poller versperrt wird. Außerdem verpflichtet sich der Eigentümer, den ursprünglich vorgesehenen Grünstreifen an der Grundstücksgrenze zur Wönnichstraße bis auf einen Durchgang für Fußgänger und Radfahrer wiederherzustellen. Voraussetzung für den Vergleich war, dass die Verkehrslenkung Berlin das Linksabbiegen an der Ausfahrt zur Weitlingstraße genehmigt hat. Allem Anschein nach ist der Bezirk mit einem blauen Auge davon gekommen. Zu hoffen bleibt, dass der Vergleich dauerhaft trägt.

Ein weiterer Schwerpunkt war ein Bauvorhaben auf dem Gelände der Kutscherhäuser, die in den vergangenen Jahren immer mehr verfielen und abgerissen werden müssen. Die SPD-Fraktion hatte sich in der Vergangenheit wiederholt vehement für deren Erhalt eingesetzt. Zuletzt hatte die BVV auf ihre Initiative beschlossen, dass sich ein Neubau in Grundfläche und Höhe an den alten Gebäuden orientiert. Leider ist dies im aktuell geplanten Bauvorhaben, das studentisches Wohnen vorsieht, nicht der Fall. Es wäre jedoch wünschenswert, dass wenn schon die historische Bausubstanz nicht erhalten werden kann, zumindest in Grundriss und Fassadengestaltung an die Kutscherhäuser erinnert wird. Berlin und auch Lichtenberg hat in seiner Geschichte bereits viel historische Bausubstanz verloren. Es wäre angebracht, auch bei Neubauten, wo es möglich ist, daran zu erinnern.

Von Henning Fahrenberg, umwelt- und stadtentwicklungspolitischer Sprecher