In die BVV-Sitzung am 21. November 2013 bringt die SPD-Fraktion folgenden dringlichen Antrag ein:

Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht sich dafür einzusetzen, dass unter der westlichen Hälfte der neuen Karlshorster Eisenbahnbrücke,über den von der Deutschen Bahn geplanten provisorischen Fußweg hinaus, kurzfristig mit Mitteln des Senates oder bezirklichen Mitteln eine provisorische Fahrbahn angelegt werden kann. Dabei sollen mögliche Alternativen mit den jeweiligen Kosten dargestellt werden.

Begründung:
Die Fertigstellung der Karlshorster Eisenbahnbrücke durch die Deutsche Bahn erfolgte im Oktober 2013. Aufgrund der bekannten Verzögerungen bei der Planung der beteiligten Träger BVG und Berliner Wasserbetriebe ist jedoch die Anlage der endgültigen Fahrbahn, des Gehweges und des Radweges in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Die Deutsche Bahn plant daher nach Angaben des Bezirksamtes die Anlage eines provisorischen Fußweges auf der westlichen Seite der Brücke, um den Anwohnern den Weg zwischen südlichem und nördlichem Karlshorst zu erleichtern.

Allerdings bliebe dennochdie westliche Hälfte der neuen Brücke über einem Zeitraum von voraussichtlich mehreren Jahren für den Straßenverkehr nicht nutzbar. Die mit dem Neubauangestrebte verkehrsentlastende Wirkung kommt auf lange Zeit nicht zum Tragen.

Die Anlage einer provisorischen zweiten Fahrbahn würde die Nutzung der Erweiterung der Brücke schon in der Übergangszeit bis zur Fertigstellung der endgültigen Verkehrsanlagen ermöglichen. Damit würde die Verkehrssituation für den motorisierten Individualverkehr erheblich verbessert und der VerkehrsraumKarlshorstdeutlich entlastet werden.Insbesondere zu Stoßzeiten kommt es an der Karlshorster Brücke aufgrund der Einspurigkeit regelmäßig zu Stau zu Lasten aller Verkehrsbeteiligten und der Anwohner.