Antrag: Antrag zum Museum Lichtenberg

In die BVV-Sitzung am 13.07.2017 bringt die SPD-Fraktion folgenden Antrag ein:

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, das Museum Lichtenberg im Stadthaus zu einer modernen, die Herausforderungen der Zukunft aufgreifenden Einrichtung der historischen Bildung des Bezirkes zu entwickeln.

Schwerpunkt und Kernstück der Erneuerung soll eine Dauerausstellung sein, die unter dem Motto „Museum für alle“ nach den Gesichtspunkten Interaktion, Partizipation, Integration, Inklusion, Kindergerechtheit und Familienfreundlichkeit historisches und aktuelles Wissen intergenerativ und interkulturell weitergibt und vermittelt.

Der Standort des ehemaligen Stadthauses ist im Verlauf der Neugestaltung zu einem Zentrum für Geschichte, Begegnung und Kultur mit dem Ziel zu entwickeln, das Besucher*Innenspektrum zu erweitern, die Angebote vielfältiger zu gestalten, die Besucher*Innenfrequenz und die Leistungsparameter des Museums zu erhöhen. Mehr Angebotsstunden, höhere Besucher*Innenzahlen, längere Verweildauer und gesicherte museumspädagogische Angebote sollen zu einer effektiven Leistungsbilanz und damit zu einem verbesserten Kosten-Leistungs-Verhältnis führen.

Dafür sind in den Jahren zwischen 2017 und 2020 die erforderlichen finanziellen und personellen Voraussetzungen schaffen.

Begründung:

Die Dauerausstellung im Museum Lichtenberg mit dem Titel „In den Zeiten. 700 Jahre Stadtgeschichte Lichtenberg“ wird nach einem mehr als zehnjährigen Präsentationszeitraum sowohl inhaltlich den 2001 fusionierten Bezirken Lichtenberg und Hohenschönhausen als auch technisch-gestalterisch den Anforderungen an zeitgemäße Museumspräsentationen nicht mehr gerecht.

Seit ihrer Eröffnung 2006 haben sich technische aber auch die Wissensdarstellung und -vermittlung betreffende Entwicklungen vollzogen, die inzwischen zum Allgemeingut der Besucher*Innenpraxis in vielen Museen geworden, die aber in der gegenwärtigen Dauerausstellung nicht anzutreffen sind. Auch ist die Wertigkeit in Material und Präsentationsdesign aufgrund der bei der Einrichtung aufgewendeten niedrigen Investitionen gering.

In den vergangenen 5 Jahren spiegelt der Vergleich der Besucher*Innenzahlen von Dauer- und Sonderausstellungen ein indirekt proportional wachsendes Interesse für neue und zeitgeschichtlich kritische Themen wieder. Der erhöhte Aufwand für Sonderausstellungen und deren Begleitprogramme findet darin seine Rechtfertigung. Soll sich die Dauerausstellung eines vergleichbaren Zuspruchs erfreuen, ist ihre Überarbeitung und Aktualisierung auch aus diesen Gründen geboten. So kann der Anspruch neuer, heranwachsender und vielfältig interessierter und motivierter Besucher*Innenschichten erfüllt werden, attraktive, moderne Bedingungen der Wissensaneignung und unterhaltenden Freizeitbildung vorzufinden.

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